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ZÜRICH 07/21

Ich muss gleich voraus schicken, was da jetzt kommt in dem Blog ist eigentlich eine unmögliche Bildersammlung! Nur, da ich von einigen meiner HP-Besuchern gehört habe, dass ich zu viele Bilder in den BLOGs habe, habe ich versprochen: maximal 100 Bilder pro BLOG. Das in diesem Fall einzuhalten, war eine große Herausforderung für mich. Nachdem ich schon ca. drei viertel meiner Bilder aussortiert habe bei meinen Bilderserien (Zürich und Saga Khan) musste ich nun noch einmal 90% weglassen. Bin alleine damit jetzt die ganze Nacht gesessen, nur um Bilder auszusortieren und zu löschen. Übrig geblieben ist ein seltsames Sammelsurium – das sind jetzt alles Bilder, zu denen ich eine Geschichte habe. Es wird also mehr zu lesen, als zu sehen (Bilder) sein. Wer wirklich schöne Bilder  von dieser wunderschönen Stadt ZÜRICH bzw. vom SAGA KHAN Mongolisches Barbecue sehen will, muss sich schon die entsprechenden Bildergalerien anschauen.
Nachdem uns mein Freund Mauthe am 30.6. am Abend zum Hauptbahnhof gebracht hat, geht es dann los mit dem Schlafwagen. Ich muss gleich einmal sagen, dass ich so ca. vor 35 Jahren das letzte mal mit einem Zug gefahren bin und ich glaube, überhaupt noch nie mit einem Schlafwagen. Es war ein echtes Abenteuer! Es war schon nicht so einfach, den richtigen Wagon zu finden. Dann mit dem ganzen Gepäck hinein. Also, das Schlafabteil (mit Stockbetten) ist so klein, dass wenn wir beide unsere Koffer auf den Boden stellten, man weder einen Schritt (zu den Betten) gehen, noch die Türe vom Abteil zumachen konnte. Es gab auch sonst keine Möglichkeit für die Koffer: unter das Bett gingen sie nicht – da war das Bett zu niedrig – und es gab keinerlei Ablage in dem Schlafabteil. Mit viel Geschick haben wir irgendwie irgendwo unser Handgepäck untergebracht. Zum Glück hatte unser Wagonbegleiter einen freien Platz, wo er unsere zwei Koffer einsperrte. Meine zweite Frage (gleich nach WLAN – NEIN gibt es nicht) war dann, ob es da irgendwo einen Speisewagon gibt. Auch das wurde verneint, aber er sagte dass ich da in der kleinen Küche in dem Schlafwagon jederzeit zu essen und zu trinken bekomme, er sei die ganze Fahrt da erreichbar. Leichtsinnigerweise glaubte ich ihm das und bestellte vorerst nichts zu essen. Als ich dann irgendwann etwas Hunger verspürte, suchte ich dann die “Bordküche” auf. Diese war zugesperrt, kein Mensch zu finden – nicht nur in unserem Wagon, auch in den angrenzenden Wagons das selbe – und zwar stundenlang. Das Zugpersonal hatte also irgendwo ein geheimes Plätzchen, um sich auszuschlafen.
O.K: Wir haben einmal den von der ÖBB spendierten Sekt ausgetrunken und sehr viel gelacht über unser Zwergenabteil. In Salzburg hatten wir dann eine sehr lange Pause, da wurden Wagons abgehängt und verschoben und auch eine andere Lok bekamen wir. Ich habe sehr viel geraucht am Bahnsteig (haben alle, inclusive Zugpersonal!) und mich dort bei den Getränkeautomaten eingedeckt mit vielen kalten, antialkoholischen Getränken. Ein kleines Frühstück gab es dann schon, aber wirklich gegessen habe ich seit 24 Stunden nicht.

Auf der Grenze war gar nichts: keine Fragen wegen Corona, kein Zöllner, kein Polizist zu sehen. So ca. um 11Uhr Vormittag waren wir dann in Zürich am Hauptbahnhof und mein Freund Papa Razzo holte uns ab und wir fuhren gemeinsam in seine Wohnung. Die Wohnung war sehr nett und relativ zentral gelegen.

Er kochte dann netterweise auch gleich etwas für uns.  Wir haben dann gegessen und bereits um ca. 14Uhr machten wir uns auf die erste Erkundungstour.

Da er noch arbeiten musste am PC erklärte er uns, in welche Richtung wir gehen müssen und wir marschierten los Richtung Zentrum. Zuerst einmal irgendwo Geld gewechselt (die nehmen keine Euro hier, nur Schweizer Franken) und dann einmal ins Café PIRANHA auf einen Drink und einen Kaffee. Es war sehr interessant trotz Corona: keiner fragte nach einem Corona Test oder Impfung, man musste sich nur (mit QR-Code) registrieren. Im Lokal trotzdem überall Rauchverbot, aber es war Gott sei Dank schön warm, dass wir draußen sitzen konnten. Obwohl es erst 15Uhr war gingen die käuflichen Damen am Gehsteig spazieren, aber das war dort ganz normal und nicht anrüchig. Die haben auch immer wieder mit anderen Fußgängern geplaudert, wie “normale” Spaziergänger.

Natürlich kamen wir auch einmal bei einer Trafik vorbei, Doris freute sich sehr und wollte gleich zu arbeiten beginnen. Ich glaube, jetzt weiß ich auch warum: die haben da drinnen mehr Alkohol verkauft als Zigaretten! Die Preise: also ein Packerl 7,50 bis 8 Franken, also ca.  7€.

Natürlich zeigte ich ihr dann auch mein Schmuckgeschäft 😉

Wir sind ganz schön herum gekommen, bis zum Bahnhof und wieder zurück. Sehr nette Stadt, viele nette Lokale und freundliche Leute. Am Retourweg haben wir dann noch im Supermarkt etliche Getränke gekauft.

So ca. um 18Uhr waren wir wieder zurück und Mama Razzo hat schon Leckerbissen hergerichtet. Außerdem eine Flasche Prosecco zum anstoßen.

Wir haben dann noch lange gequatscht und sind dann gegen Mitternacht schlafen gegangen.

Da es nicht so viele Betten in der Wohnung gab, hat Doris im Wohnzimmer auf dem Sofa geschlafen. Für mich hat Papa Razzo eine große Luftmatratze gekauft, auf der ich dann auch im Wohnzimmer geschlafen habe.

Um ca. 9Uhr30 gab es dann ein wirklich tolles Frühstück von Mama Razzo hergerichtet.

Ca. um 13Uhr starteten wir dann mit Papa Razzo Richtung Supermarkt. Also, es gibt fast nur positives – außer den Preisen – von Zürich zu berichten, aber die Parkplatz Regelung dort ist suboptimal. Papa Razzo hatte zwar eine Garage für sein Auto, aber die war weit weg. Wir mussten 3 Stationen mit dem Bus fahren, um in die Garage zum Auto zu kommen – in Wien kaum vorstellbar. Für einen Nicht- Garagenbesitzer ist es in Zürich de facto unmöglich, irgendwo das Auto abzustellen! Papa Razzo kaufte dort etliches an Lebensmitteln ein und ich suchte auch dort – in einem der größten Supermärkte von Zürich – vergeblich: hellblaues Klopapier. Nach dem Einkauf fuhren wir mit dem Auto zur Wohnung.

Während Papa Razzo den Einkauf hinauf schleppte hatte ich die Aufgabe, das Auto wieder in die Garage zu fahren. Doris begleitete mich und wir wollten natürlich gehen und nicht Bus fahren. Wir schafften es tatsächlich, nicht mehr nach Hause zu finden. Aber nach einigem fragen und einem Zwischendurch Drink kamen wir doch noch in der Wohnung an. In der Zwischenzeit ist auch schon gekocht worden, wir mussten uns ja stärken für den heutigen Abend: Viertelfinale Schweiz gegen Spanien in der Public Viewing Zone.

Eigentlich wollten wir vor 17Uhr los, um noch irgendwo in einem Lokal einen Sitzplatz zu finden. Aber Mama Razzo hatte noch einiges zu tun: duschen, umziehen, schminken, u.s.w… Wir waren alle drei “not amused”, als wir dann um 18Uhr endlich los marschierten, da hatte das Match bereits begonnen. Dementsprechend schaute es auch in der Fußgängerzone und den Lokalen aus. Tausende Leute überall, keine Chance irgendwo auf einen Sitzplatz. Nach längerem Suchen fanden wir dann ein Lokal, wo zwar auch der Garten voll mit Leuten war, aber die hatten tatsächlich noch ein Raucherzimmer (habe ich in letzter Zeit nirgends mehr gesehen, weder in der Schweiz, noch in Deutschland, noch in Österreich). Da war sogar noch ein ganzer Tisch für uns frei und ein großer Fernseher im Raum. Später wechselten wir doch noch in den Garten, als sich freie Plätze fanden. Die Schweiz hat leider ganz knapp verloren (beim Elfer schießen), und das Match nachher: Belgien gegen Italien schauten wir uns auch noch im Garten an.

Es war zwar die Polizei präsent, aber keinerlei Grund zum einschreiten, alle brav – trotz Niederlage beste Stimmung überall. Im Gegenteil, die Polizei hat sogar noch mit den Fans getrunken und gefeiert.

In der Innenstadt haben die übermütigen Fans Busstationen und Verkehrszeichen erklommen und getanzt. Aber alles friedlich, keine Streiterei, keine Schlägerei, keine demolierten Autos oder Auslagenscheiben.

Da geht sogar noch ein Selfie (Mama Razzo) mit der Polizei 😉

Das Mädchen steht vor der Bar und schaut sich nach Kundschaft um….

Natürlich machen wir auch noch ein Gemeinschaftsfoto.

Auf unserem Heimweg kommt uns eine Autokolonne entgegen, alle mit Fahnen, Hupkonzert, lachen und tanzen – echt geile Stimmung überall.

Es gibt auch eine Spezialeinheit “Troubleshooter” – für den Fall der Fälle….

Wir kommen dann nach Mitternacht nach Hause, mein Bett wird wieder aufgeblasen und es gibt noch gebratene Würste zu essen.

Während Doris und ich uns unser Frühstück machen – in der Küche kennen wir uns ja schon aus – besorgt Papa Razzo übers Internet Karten für das Schiff über den Züricher See. Die Karten kosten zwar CHF 42,80 pro Person, aber die Schiffe gehören zu den Züricher Linien und gelten 24 Stunden. Man kann also mit einer Karte 24 Stunden lang mit allen Öffis in Zürich fahren und natürlich auch so lange mit dem Schiff über den See.

Papa Razzo macht dann noch um 12Uhr für alle Omelettes, bevor wir dann um ca. 12Uhr45 mit der Straßenbahn zum Hafen fahren.

Es ist noch Zeit für ein paar Fotos, bevor wir dann unser Schiff besteigen.

Es ist ein schönes Schiff und wir haben 1st class. Also oben, im Freien (rauchen!) aber überdacht und mit Kellner Bedienung.

Das Wetter ist halbwegs (warm und kein Regen, aber die Sonne könnte etwas scheinen) und wir fotographieren beide sehr viel. Wir haben etliche Anlege Stationen, deren Namen für mich alle sehr lustig klingen, aber wir fahren bis zur Endstation.

Unsere Endstation um 15Uhr27 ist Rapperswil. Wir haben 2 Stunden Zeit, also erkunden wir den Ort.

Da steht ein großer Schuh herum – wir müssen natürlich alle probieren, ob er uns passt 😉

Wir erspähten noch ein witziges Fotomotiv, no comment…..

Am Hügel angekommen, gehen wir ins Restaurant Rossini etwas essen. Sehr gut und sehr teuer. Also, im Schnitt kostet in Zürich alles das Doppelte wie in Wien.

Ein Eis geht sich noch aus – Doris genießt es sichtlich – dann zurück aufs Schiff.

Beim zurück fahren haben wir etwas weniger Glück. Unser Schiff kommt nicht (Panne), dafür ein Kleineres. Gleichzeitig kommt mit uns eine große Hochzeitsgesellschaft mit an Bord, die den ganzen unteren Bereich belegt. Wir sind also wieder oben, aber ohne Tische und Sessel und ohne Kellner Bedienung. Außerdem ist es schon etwas kühl und es regnet leicht. Wir setzen uns irgendwo am Rand hin, möglichst unter dem Vordach. Doris ist so nett und schleppt vom Untergeschoß die Getränke herbei.

Auch das überleben wir und kommen am Abend wohlbehalten im Hafen an. Papa Razzo kocht wieder etwas Feines.

Um 11Uhr wieder schnelles Frühstück und da beide “Razzos” untertags keine Zeit haben, mache ich mich wieder um ca. 12Uhr  mit Doris auf Erkundungstour. Wir meiden alle Verkehrsmittel, an diesem Tag gehen wir ca. 12.000 Schritte.

Es sind auch in Zürich lustige Gestalten unterwegs. Wir gehen einmal wieder bis zum Hafen und dort einmal etwas trinken. Dann kreuz und quer durch die Stadt, bevor wir in einer ganz kleinen Sackgasse in ein ganz reizendes Kaffeehaus gehen. Dort reiße ich dann meinen letzten Hunderter an – no problem, morgen am Abend geht es eh wieder nach Wien.

Wir erklimmen dann noch den höchsten Punkt von Zürich, von wo wir eine herrliche Aussicht über die Stadt haben.

Am Weg zurück Richtung Wohnung kommen wir dann noch an einem interessanten Mistkübel vorbei: “Züri-Säcke”. In Zürich bezahlt man NICHTS für die Müllentsorgung. Aber man muss – relativ teuer – “Züri-Säcke” kaufen und diese gefüllt in den dementsprechenden Mistkübeln entsorgen. Mit dem Kauf dieser Müllsäcke wird gleichzeitig die Müllabfuhr finanziert: wer mehr Müll macht, zahlt mehr. Interessantes System.

Nicht mehr weit von unserer Wohnung kehren wir wieder ins Café Piranha ein, bevor wir dann wie ausgemacht vor 18Uhr zu Hause sind.

Uns steht wieder ein toller Abend bevor in Mägenwil. Da wir nicht nur bei den “Razzos” gratis wohnen durften, sondern beide gerne und ausgezeichnet kochen und uns bewirtet haben, habe ich mir mit Doris ausgemacht, dass wir die zwei einen Abend zu einem tollen Essen einladen. Papa Razzo hatte gleich eine gute Idee: Das SAGA KHAN, ein Mongolisches Barbecue. Eine halbe Stunde mit dem Auto von Zürich, aber sieh selbst…in einem eigenen BLOG.

Vor Mitternacht sind wir wieder in Zürich und fahren noch einmal in die Stadt, um ein paar Nachtfotos zu machen. Dann nach Hause und schlafen.

Am letzten Tag gibt es wieder um ca. 11Uhr30 ein 5* Frühstück von Mama Razzo. Da Papa Razzo wieder am PC arbeiten muss, machen wir uns mit Mama Razzo ein letztes mal auf in die Stadt.

Sie zeigt uns ein sehr schönes Café – Restaurant auf einer Dachterrasse. Hunger haben wir alle nicht, aber ein paar Drinks gehen schon.

Auch so kann man Abstandsregeln einhalten. Anstatt über jedes zweite Pissoir ein Klebeband zu picken, stellt man einen Blumentopf hinein.

Vor diesem “Fachgeschäft” halte ich mich zurück und lasse die 2 Mädels alleine fachsimpeln 😉

Wir kommen dann auch bei einem Geschäft mit Steinen vorbei. Ich kaufe (echt günstig) einen angeblich 100 Millionen Jahre alten versteinerten Holzstamm. Passt ganz gut in meine Steine Sammlung in die Vitrine und ich habe gleich ein Souvenir von Zürich.

Dann gibt es wieder Eis für die Mädels, ich esse eine Kleinigkeit. Wir sind bereits wieder am Wasser und haben eine tolle Wolkenstimmung.

Ein Tabakfachgeschäft, heißt in Zürich “Tabak-Lädeli” – herzig.

Neben den ganzen teuren Markengeschäften gibt es auch “Sportalm – Kitzbühel”. Die waren schon vor 40 Jahren eine Kundschaft von mir – als ich noch in der Pelzbranche tätig war. Ein Freund von mir (Toni) beliefert sie heute noch.

Natürlich gibt es auch ein Spielkasino in Zürich.

Das letzte Stück des Weges zurück zur Wohnung geht es über eine Brücke über einen kleinen Fluss. Echt schön.

“Daheim” angekommen um ca. 19Uhr hat Papa Razzo schon wieder großartig gekocht, dass wir im Zug nicht verhungern. Diesmal bin ich schlauer als bei der Herfahrt. Nehme mir einige große Flaschen mit Getränken mit und kaufe mir gleich einen Sandwich.

Um 21Uhr geht es dann mit dem Taxi wieder zum Bahnhof. Mama Razzo begleitet uns noch.

Dann kommt die große Verabschiedung.

Dann geht es wieder in unser Zwergenabteil. Diesmal hat der Wagonbegleiter nur Platz für einen Koffer gefunden. Meiner steht am Kopf auch im Abteil.

Es endet, wie es begonnen hat: Ein Glas Sekt im Abteil und viel lachen. Am 6.7. um 8Uhr22 sind wir wieder in Wien Hauptbahnhof. Mauthe wartet schon auf uns und führt uns wieder nach Hause.

Es waren ganz tolle 5 Tage in Zürich und dadurch, dass wir gratis wohnen und essen konnten auch leistbar für uns. Außer ein paar Kaffee, Eis und einem Abendessen haben wir kein Geld gebraucht. Wir 4 haben uns auch super verstanden und das Wetter war auch die meiste Zeit sehr schön. Echt eine tolle Zeit gewesen, hoffentlich bald wieder…..
Wie schon Anfangs erwähnt, das sind nicht die schönsten Fotos von Zürich. Die sind zu finden auf meiner Fotogalerie: ZÜRICH 07/21. Dann gibt es noch einen BLOG: SAGA KHAN Mongolisches Barbecue und einen BLOG: ZÜRICH Fussball EM mit dem Video über die Stimmung während und nach dem Fußball Match.
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