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KRIMIABEND 40 Jahre Polizeidienst Ernst Geiger 08/06/22

Wieder einmal war es so weit. Ein Vortrag von meinem alten Freund und ehemaligen Chef der Mordkommission Ernst Geiger. Diesmal im Festsaal des Amtshauses Hietzing.

Also fahre ich mit meinem Freund Gerhard dort hin. Diesmal berichtet Ernst von seiner 40 jährigen Karriere bei der Wiener Polizei. Nach der Begrüßung von etlichen Ehrengästen geht es dann los.

Zu Beginn wird ein kurzer Fernsehausschnitt vom ORF “thema” gezeigt, wo noch einmal kurz über sein letztes Buch “HEIMWEG” gesprochen wird.

Danach noch eine kurze Zusammenfassung über den Buchinhalt, die 3 Mädchenmorde in Favoriten. Der Buchtitel “HEIMWEG” deswegen, weil alle 3 Mädchen am Heimweg ermordet worden sind.

Danach die pointierte Schilderung seiner Karriere, beginnend im Kommissariat Hietzing, von 1978 bis 1981

Dann der erste Karrieresprung ins Sicherheitsbüro, von 1982 bis 2002. Natürlich mit Schilderungen der bekanntesten und interessantesten Fälle. Es dürfen auch die Auszeichnungen und Ehrungen nicht fehlen.

Auch der sehr spektakuläre Einbruch im Pelzhaus LISKA darf nicht fehlen. Nach dem Ausgleich meines eigenen Pelzgrosshandels habe ich auch ein paar Jahre für LISKA die Großhandels Vertretung für Österreich gehabt.

Nach etlichen Karrieresprüngen und genug im Dienst Erlebtem schreibt er sein erstes Buch: “Es gibt durchaus noch schöne Morde”.

Es sind durchaus sehr interessante und teilweise sehr bekannte Geschichten, nicht nur Morde – und amüsant berichtet.

Doch dann gibt es innere Machtkämpfe und Intrigen bei der Polizei und es folgt vorerst die Suspendierung.

Bis zu seiner “Reinwaschung” arbeitet er als Konsulent in Sicherheitsfragen beim Magna-Konzern.

Nach seinem Freispruch überlegt er, ob er bei Stronach bleiben oder zur Polizei zurück soll. Er entscheidet sich dann für Letzteres.

Von 2009 bis 2017 ist er dann im BKA.

Auch als EU Koordinator bei Europol ist er tätig.

Im Jahr 2017 geht er dann nach 40 Dienstjahren bei der Polizei in den wohlverdienten Ruhestand.

Es war wie immer sehr spannend. Viele dieser Geschichten kennt man ja, aber nur die Seite die von den Medien berichtet wird – er erzählte das alles von der anderen Seite beleuchtet. Auch wie sich die Polizeiarbeit im Laufe der Jahrzehnte sowohl weiter entwickelt, aber auch verändert hat. Begonnen wurde ohne Computer und mit Wahlscheiben Telefon. 1994 gab es erstmals DNA Beweise und dann wurde schön langsam eine DNA Datenbank aufgebaut, die die Arbeit natürlich enorm erleichterte und die Beweisführung sicher machte. Vorher gab es mit Viel Glück maximal Blutgruppenbestimmungen und die waren auch nicht immer richtig. Auch die Arbeitsbereiche haben sich geändert: früher gab es mehr Morde und auch viele Bankeinbrüche. Heute gibt es sehr viel Cyberkriminalität – die es logischerweise früher (ohne Computer und Internet) überhaupt nicht gab.
Ja, wieder ein spannender Abend und ich freue mich schon auf das nächste Buch, das voraussichtlich heuer im Herbst herauskommen wird.

 

There are 2 comments
  1. Ja, das war sicher spannend !

    • Chris

      Ja, und vor allem: Tatsachen, keine erfundene Kriminalstories. Freue mich schon auf das nächste Buch.

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