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KH HIETZING 09-11/02/22 OP: Panendoskopie und Mikrolaryngoskopie

Die Vorgeschichte, warum ich überhaupt da im Krankenhaus gelandet bin: Nachdem ich im Dezember in Thailand bei meinem dritten Tauchgang Probleme beim Druckausgleich hatte, bin ich dann – zurück in Wien – zu meinem HNO Arzt gegangen. Ich dachte, das rechte Ohr ist verschmutzt, Ohren ausblasen und Sache erledigt. Das war es auch – hatte ich schon öfter – da fragte mich dann die Ärztin, ob ich immer so eine Stimme habe, ob ich immer so krächze. Ich sagte: eigentlich nicht, dachte das sei von den thailändischen Zigaretten, die doch schlechter sind als bei uns. Sie schaute noch in meinen Mund und sagte, da ist etwas, aber sie kann es nicht genau untersuchen, sie habe diese Geräte nicht und schickte mich in die Klinik Ottakring.  Dort wurde ich genauer untersucht, mit einem längeren Schlauch mit Kamera drauf durch die Nase – sehr angenehm ;-( – und diese Ärztin verschrieb mir Antibiotika und Nasentropfen und gab mir einen neuen Termin eine Woche später. Beim neuen Termin am 1.2. dachte ich, da ich kaum mehr Halsschmerzen hatte, die Sache sei jetzt erledigt. Aber nein: die Ärztin sagte mir, das gehört noch genauer angeschaut und operiert (Biopsie) und sei dringend. Somit musste ich meinen Termin im KH Barmherzige Schwestern, den ich zeitgleich für eine Koloskopie (nachdem vorher schon 2 ambulante Kolposkopien kein Ergebnis gebracht hatten) hatte, absagen. Sie machte gleich telefonisch für mich im KH Hietzing in der HNO Abteilung einen Termin für mich aus: Aufnahme am 9.2. um 9 Uhr.
Somit fuhr ich also mit meinem kleinen Köfferchen ins KH Hietzing. Vor dem KH etliche Zelte zwecks Corona Maßnahmen bzw. Kontrollen, dann gleich zur Aufnahme und weiter zu Pavillon 2B in die HNO Abteilung.

Dort im 1.Stock bekomme ich Zimmer 6, eigentlich schöner und moderner als ich es mir (wenn man das Gebäude von außen anschaut) vorgestellt hatte. Zuerst bekomme ich gleich das rote Band “all inclusive” und natürlich wieder vieles zu unterschreiben und noch einige Voruntersuchungen vor der Operation. Natürlich erkundige ich mich zuallererst, wo man da rauchen darf. Man sagt mir im “H”albstock (zwischen Erdgeschoss und Keller Hinterausgang).

Das ist ein recht netter Pavillon mit (nur) 5 Sesseln drinnen mit Abstand wegen Corona. Bin natürlich gleich dort.

Ein Getränk und 2 Bücher habe ich vorsorglich mitgenommen. Dann einmal die erste “Einvernahme” von der Ärztin und dann habe ich schon vorher ausmachen müssen, um 11Uhr ein Gespräch bei der Anästhesie im Pavillon 6 – genau gegenüber, quer durch den Park.

Nutze natürlich die Gelegenheit, um zu rauchen. Was mir auffällt: kein Mensch zu sehen irgendwo, wie wenn ich alleine im Spital wäre. Auch in der Anästhesie Abteilung nicht, muss auch nicht warten dort.

Nach einer genauen Befragung und Erklärungen geht es wieder zurück durch den Park auf die HNO Abteilung. Ist eigentlich ein sehr schönes altes Gebäude, das Spital da und auch ein schöner Park.

Dann bekomme ich um 12Uhr ein sehr gutes Mittagessen (Diabetiker). Nach langer Zeit wieder einmal eine warme Mahlzeit.

Schaue mir dann einmal den Aufenthaltsraum an, wo es Kaffee und Tee gibt und auch Bücher zum ausleihen.

Dann den Raucherpavillon von oben. Gehe dann gleich hinunter ins Erdgeschoss, wo es sowohl einen Kaffee- (60 Cent) als auch einen Getränke- (€ 1,20) Automat gibt. Die kann man nicht nur mit Kleingeld, sondern auch mit Bankomat- oder Kredit- karte “füttern”.

Kaufe mir ein Cola Zero und einen Espresso und bin wieder im Raucherpavillon.

Danach werde ich zum Röntgen in den Keller geschickt.

Ich gehöre aber nicht da hinein, sondern eher zur “Papagraphie”.

Danach geht es wieder zurück in mein Zimmer. Haben sehr schöne und moderne Sanitäranlage dort. Danach kommt der “Vampir”, die wollen noch einmal mein Blut, obwohl ich einen sehr genauen Blutbefund, wenige Tage alt, von einem Labor mit habe.

Sehr nettes Aufnahmezimmer und viele Teesorten….ich mixe mir da einige Tees zusammen (Cocktail mixen kann ich da nicht) und um 17Uhr (wie in jedem Spital) bekomme ich mein Abendessen. Das sollte auch das letzte Essen für lange Zeit sein. Auch trinken und rauchen darf ich ab Mitternacht nicht mehr.

Danach heißt es “Nüchtern” bis zur bzw. nach der OP am nächsten Tag. Mit mir sind noch 2 nette Studenten am Zimmer, einer studiert Biologie, der andere Deutsch. Dem einen werden die Mandeln entfernt, der andere hat eine Nasenscheidewand OP. Alle morgen, so wie ich.

Kurz die ZIB geschaut und dann lesen bis nach 23 Uhr. Danach schlafe ich eigentlich gut, bis wir um 6 Uhr geweckt werden. Bei mir wird Blutzucker gemessen, guter Wert.

Am nächsten Vormittag sind dann alle Zwei bald weg (OP), nur ich bin noch am Zimmer und warte auf meine OP. Die Putzfrauen kommen schon. Und endlich – nach 10Uhr – bekomme ich meine “Reizwäsche”. Die 2 Antithrombosestrümpfe und das schicke Nachthemd.

Was die nächsten 7 Stunden passiert ist, weiß ich nicht so genau. Erstens habe ich im OP-Saal geschlafen und zweitens hatte ich keinen Fotoapparat mit bei der Operation. Nach der Operation und der Aufwachstation komme ich überraschenderweise nicht gleich auf mein Zimmer sondern auf die “Überwachungs-” (Intensiv-?) Station. Dort bringt man mir unter Anderem auch mein Handy und ich kann wieder fotographieren. Zuerst gleich meinen Finger: “E.T. – nach Hause telefonieren”

Doch bald entschließt man sich, mich doch auf mein Zimmer – die Normalstation – zu bringen. Dort sind auch schon meine 2 Studenten, alle drei haben wir die OP hinter uns.

Dann, nach über 24Stunden bekomme ich um 18Uhr mein erstes Essen, das Frühstück sozusagen.

Dann nach Kontrollen (Blutdruck super, Fieber o.k.) bekomme ich um 20Uhr – da ich noch Hunger habe – sozusagen mein “Mittagessen”.

Mixe mir noch eine große Kanne Tee zusammen für die Nacht und bekomme auch noch einen Schutz- Strumpf über meinen Venenfloh, dass ich Ihn nicht im Schlaf heraus reiße.

Ich schlafe auch diese Nacht sehr gut, obwohl ich die letzten 2 Tage sehr viel geschlafen habe, und relativ schmerzfrei. Um 8Uhr gibt es Frühstück und auch gleich die Entlassungspapiere.

Bevor ich das Spital verlasse, probiere ich einmal – nach fast 2 Tagen – wieder eine Zigarette. Sollte ja jetzt eine Woche lang diverses nicht (essen), nicht sprechen und nicht rauchen.

Danach geht es um 9Uhr30 wieder mit dem Taxi – vorbei an den lustigen “Corona Zelten” – zurück nach Hause.

So, vorläufig ist die Geschichte hier zu Ende. Ob das, was sie da heraus geschnipselt haben gut- oder bös- artig ist, also den wirklichen Befund, bekomme ich entweder noch vor meinem Abflug am 18.2.  bei der Nachuntersuchung, oder in 2 Monaten Ende April nach meinem Urlaub. Bleibt weiterhin spannend! Nun sitze ich mit wenigen Schmerzen im Hals abgeschottet zu Hause. War nur schnell im Supermarkt und in der Apotheke einkaufen, ansonsten bleibe ich alleine zu Hause und Besucher (sowohl mein PC-Mann der gestern Abend hier war, als auch meine Putzfrau) müssen einen negativen PCR Test vorweisen, wenn sie in meine Wohnung kommen. Ich habe weniger Angst vor Corona und Omikron (bin ja 3x geimpft) als vor einem positiven PCR-Test am 18.2.! Dann kann ich mir meinen lange geplanten und dann wieder umgebuchten Urlaub: einen Monat Thailand und einen Monat Philippinen – aufzeichnen!
Warum ich diese Geschichte so ausführlich beschrieben habe: viele meiner Freunde und Bekannten fragen mich, was eigentlich los ist und warum ich im Spital war. Und da ich im Moment tatsächlich nicht sprechen kann/darf/soll kann es jeder, den es interessiert, hier nachlesen. Statt rauchen lutsche ich jetzt zuckerfreie Zuckerl.

Aber in einer Woche sollte sich wieder alles so halbwegs normalisiert haben – pünktlich zu Urlaubsbeginn 😉

 

There are 4 comments
  1. Petra

    Gute Besserung!

  2. Ich wünsche Dir von Herzen dass der Befund nicht bösartig ist ! Und wenn es so kommt, wünsche ich Dir nach diesem “Warnschuss” auch die Einsicht, dass das Rauchen für Dich in der Zwischenzeit wohl doch nicht mehr so konsequenzlos ist und dass Du es wenigstens auf ein “gesundes” bzw. “normales” Maß reduzieren kannst. Deine Gesundheit und Deine Umwelt werden’s Dir danken. Ansonsten sehen wir uns dann ja bald auf Phuket. Bis dahin halt die Ohren steif !

    • Wird schon gut gehen. Mich kann weder ein Pistolenschuss ins Herz, noch 539 Blutzucker, noch CORONA umbringen, also warum sollten das die Zigaretten schaffen ??? Und (zumindest die Ohren!) halte ich steif – bis Phuket in einer Woche.

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