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BARFLYS COCKTAILBAR 15/01/22

Dieser Abend war ganz anders geplant, wurde aber trotzdem sehr nett.
Nun die ganze Geschichte: Schon vor vielen Wochen hatte Gerhard im Raimundtheater für uns Karten gekauft für “Miss Saigon”, am 15.1.22 um 19Uhr30. Wir wollten vorher noch zusammen Essen gehen, also reservierte Karin für uns einen Tisch im Lokal, eine Ecke weiter vom Raimundtheater. Doch der Abend steckte voller Corona bedingter Überraschungen!
Einen Tag vorher erfuhr Karin zufällig von einer Kundschaft, dass man um ins Theater zu kommen, trotz 3-fach Impfung (die wir alle haben) einen PCR-Test brauchen. Sofort wurden alle in der Gruppe verständigt und wir fuhren auch alle gleich zum testen, jeder woanders hin. Am 15.1. trafen wir uns alle wie ausgemacht um 17Uhr30 in der Pizzeria und bekamen auch unseren reservierten Tisch. Mit den Corona Vorschriften nahm man es da nicht so genau.

Zuerst nahmen wir einmal einen Drink und dann bestellten wir essen.

Bis das Essen fertig ist, geht sich locker noch eine Zigarette aus – natürlich im Freien.

Wir bekommen unser Essen und irgendwer von uns wollte gehört haben, dass aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Sperrstunde um 22Uhr, die Vorstellung auf 19Uhr vorverlegt worden ist. Aber no problem, wir müssen ja nicht 2 Stunden lang essen und das Raimundtheater ist ein paar Meter weiter.

Das Essen ist nicht gerade billig, aber sehr gut. Nach dem Essen gibt es noch einen Drink auf Kosten des Hauses. Mir ist schon die ganze Zeit aufgefallen, dass Karin und Gerhard immer wieder nervös aufs Handy schauen. Nach dem Grund gefragt erfahre ich, dass die beiden noch immer kein Ergebnis vom PCR Test bekommen haben, obwohl wir uns alle schon vor mehr als 24 Stunden testen haben lassen. Das Interessante daran ist, dass Doris und Karin gemeinsam testen waren, zur selben Zeit am selben Ort! Während wir uns gemeinsam eine Strategie überlegen, wie wir alle fünf mit nur drei PCR Testergebnissen ins Theater kommen beschäftigt Thomas und mich nur eine Frage: gibt es ein Glas Sekt oder nicht – hat die Kantine geöffnet oder nicht.

Also machen wir uns gemeinsam kurz vor 19Uhr auf den Weg ins Raimundtheater. Schon von Weitem fällt mir auf, dass vor dem Theater kein einziger Mensch zusehen ist. Ich bin sehr verwundert und denke mir: naja, die Vorstellung beginnt doch erst um 19Uhr30 und wir sind etwas zu früh dran.

Wir stehen dann vor dem Haupteingang vor verschlossenen Türen. Also versuchen wir es links davon, wo wir dann tatsächlich einen Witzbold treffen, der uns sagt, die Kassen und der Eingang sind rechts.

Dort angekommen stehen wir wieder vor verschlossenen Türen, kein Mensch zu sehen. Auch auf keiner Tür oder Wand steht irgend etwas: “geschlossen, verschoben, abgesagt,…” Wir sind ahnungslos und als erste Reaktion zückt Gerhard die gekauften Karten und schaut noch einmal: ja 15.1.22 und 19Uhr30 steht drauf, das stimmt also.

Da nach wie vor kein Mensch in der Nähe zu sehen ist und wir immer noch nicht wissen, was eigentlich los ist, wird jetzt einmal “Mister Google” befragt.

Da erfahren wir dann, dass das Raimundtheater vorübergehend geschlossen und die erste Vorstellung wieder am 18.1. ist. Man solle sich um einen Ersatztermin bemühen. Etwas befremdend finde ich, dass Gerhard – der die Karten für uns besorgt hat – keine Verständigung per Email bekommen hat. Auch ich, der regelmäßig die ZIB schaut wusste nichts davon. Im Gegenteil, ich höre immer nur, dass ein Lockdown soweit nur irgendwie möglich, vermieden werden soll.
Natürlich, wenn wir uns schon einmal am Samstag Abend treffen, gehen wir nicht um 19Uhr nach Hause. Wir einigen uns schnell darauf, dass wir in die nächste Cocktailbar gehen. Also wird gleich weiter gegoogelt, wo die nächste Cocktailbar ist: Die “BARFLYS”, in der Esterhazy Gasse 33, angeblich 14 Minuten zu Fuß. Also, auf geht’s…..

Am Weg zur Mariahilferstrasse kommen wir beim “zum wohl” vorbei. Das war früher einmal das Café Eden, viele Jahre lang mein Stammlokal, weil es rund um die Uhr geöffnet hatte.

Obwohl es draußen sehr kalt ist sind relativ viele Menschen auf der Mariahilferstrasse unterwegs. Nach gefühlt einer Stunde kommen wir endlich in der Esterhazy Gasse im BARFLYS an.

Zuerst die Frage, ob wir reserviert haben: natürlich nicht! Strenge Einlasskontrollen: 2G Nachweis. Dann bekommen wir einen kleinen Tisch, gleich neben der Bar zugewiesen.

Die Cocktailkarte ist eigentlich ein Cocktailbuch. Sehr viele Seiten, die man in kurzer Zeit gar nicht alle lesen kann, was sowieso ein Problem ist, da es sehr dunkel ist. Das Lokal ist sehr nett – ich kenne es nur vom Taxi fahren, war aber noch nie privat da – sowohl die Einrichtung, als auch die dezente Musik im Hintergrund. Dann kommen unsere ersten Cocktails.

Vor der nächsten Runde geht sich auch noch eine Zigarette aus. Da gibt es sogar so etwas ähnliches wie ein Raucherzimmer. Ist zwar auch eine halbe Wand offen ins Freie und dementsprechend kühl, aber immer noch besser als auf der Straße stehen.

Nun wird der zweite Cocktail für uns gemixt.

Und vor dem dritten Cocktail gehe ich mit den Mädels auch noch eine rauchen.

Das Lokal füllt sich schön langsam. Wenn wir eine Stunde später gekommen wären, hätten wir wahrscheinlich ohne Reservierung keinen Platz mehr bekommen.

Zum Abschluss noch eine Runde Shots, die dann auch feierlich angezündet werden.

 

Es ist kurz nach 22Uhr. Wir hätten gerne noch etwas getrunken, aber natürlich bekommen wir nichts mehr: SPERRSTUNDE.

Somit marschieren wir die Mariahilferstrasse hinauf – nun sind nicht mehr viele Leute unterwegs – Richtung Westbahnhof zur U6.

Dort angekommen fahren wir jeder Richtung zu seinem Ziel – nach Hause.

Es war ein Abend, der ganz anders verlaufen ist, als er geplant war. War aber trotzdem sehr unterhaltsam. Die Frage ist jetzt nur, ob Gerhard und ich noch die Ersatzvorstellung von “Miss Saigon” sehen werden, da wir in 35 Tagen voraussichtlich schon in THAILAND sind….
There are 2 comments
  1. Gerhard

    schöner Abend und wie immer gut kommentiert

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